
Der “Dark Mode” ist ein fester Bestandteil von modernem Betriebssystem. Vor allem auf Mobilen Geräten und speziell für tieferes schwarz ausgelegte OLED-Displays ist der Dark Mode nicht mehr weg zu denken. Und für alle die gerne in dunkler Umgebung arbeiten sowieso nicht.
Doch hat der Dark Mode weitere Nutzen Hinsichtlich zu UI/UX Design als lediglich ein Stilmittel zu sein? Wird die User Experience verbessert, wie wirkt es sich auf die Augen aus und spart der Dark Mode wirklich Strom?
Im folgenden werden diese Fragen Eingeordnet, Vor- und Nachteile erläutert und Best Practices mit gegeben aus UI/UX sucht
Unter Dark Mode versteht man heller Text auf dunklem Hintergrund, das Gegenstück dazu ist der “Light Mode”, also dunkler Text auf hellem Grund.
Tatsächlich nutzten die ersten Computerarbeitsplätze Systembedingt ausschließlich helle Schrift auf dunklem Grund, anfangs jedoch mit grüner Schriftfarbe. Später wurde mit Leistungsfähigeren Monitoren jedoch versucht Papier nachzuahmen, deshalb kam der Wechsel zum Light Mode.
In den späten 2010er Jahren kam der Dark Mode dann richtig in Mode und wurde seitdem zu einer Standard Personalisierungs Einstellung.
In einer Fortbildung wurde mitgeteilt, dass der Dark Mode Strom sparen würde, stimmt das?
Erst einmal zu den Unterschieden zwischen den Displaytypen. Zum einen gibt es LCD-Displays, welche eine komplette Hintergrundbeleuchtung verwenden, wo wiederum OLED-Displays aus selbstleuchtenden Dioden besteht und jeden Pixel ansteuern kann.
So kommt es zu einem satteren schwarz beim OLED, da die Schwarzen Pixel komplett abgeschaltet werden können.
Daraus kann man ableiten, dass der Dark Mode bei OLED-Displays tatsächlich Energie sparen kann, da die schwarzen Pixel nicht beleuchtet werden und dementsprechend keine Energie verwenden. Bei LCD ist hier kaum ein Effekt festzustellen, da die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft aktiv ist.
Diese Einsparung ist besonders relevant für Smartphones und Wearables da das die Akkulaufzeit des Gerätes verlängern kann, sollte ein OLED-Display verbaut sein.
Wer gerne in dunkler Umgebung arbeitet weiß, Dark Mode blendet weniger. Demnach ist dieser von Vorteil bei Nachtarbeit, Gedimmtem Umgebungslicht und besonders für lichtempfindliche Nutzer.
Die Wirkung auf die Augen ist jedoch stark Kontext abhängig und ist auch nach Studien nicht grundsätzlich besser.
Piepenbrock et al. (2013) “Polarity Effekt”
Heller Grund mit dunklem Text führt zu
Bauer & Cavonius (1980) “Ergonomic aspects of visual display terminals”
Dunkler Grund mit hellem Text bei hellem Umgebungslicht
Dunkler Grund mit hellem Text bei dunklem Umgebungslicht
Light Mode:
Dark Mode:
Der Dark Mode ist nun keine reine Design-spielerei mehr, sondern ein Mittel Emotionen rüberzubringen und Moderne Displays Effektiv zu nutzen. Ästhetik spielt weiterhin eine große Rolle, wer sich für einen Modus entschieden hat, ist meist schwer umzustimmen.
Persönlich arbeite ich lieber im Dark Mode, da ich mich in Leicht Beleuchteten Räumen wohler fühle und die verringerte visuelle Ablenkung mir hilft mich auf das wesentlich am Bildschirm zu fokussieren.
Man muss abwägen, ob man den Aufwand betreiben möchte ein doppeltes Farbschema anzubieten, aber wer sich die Mühe macht wird mit verbesserter User Experience belohnt.

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