Figma Auto Layout - einfach erklärt

Zoe S.
12/2025

Was ist Figma Auto Layout? Grundlagen, Beispiele – ganz einfach erklärt

Warum Auto Layout?

Bei der Erstellung von UI-Layouts kommt es nicht nur auf ein schönes Design an. Vor allem in der Zusammenarbeit mit Entwickler:innen ist es wichtig, präzise Vorgaben zu machen, um ein einheitliches Bild zu schaffen und die Weiterverarbeitung zu vereinfachen.

In Figma lässt sich diese Präzision schnell und effizient herstellen – mit Auto Layout. Für viele Einsteiger:innen wirkt Auto Layout auf den ersten Blick jedoch komplex und fordert etwas Übung. Es gibt aber ein Grundprinzip, das sich auf das gesamte Auto Layout anwenden lässt und dabei hilft, es schneller zu verstehen. Danach ist es „nur noch“ Übung.

Das Prinzip “Der Schachteln”

Schachteln in Schachteln

Das Prinzip ist simpel: Man stellt sich vor, man hätte viele Schachteln – von klein bis groß – die man ineinander stecken möchte. Wie wäre die Vorgehensweise?

Zuerst nimmt man sich die kleinsten Schachteln vor, steckt sie zusammen, damit sie in eine etwas größere Schachtel passen. Dann fasst man diese Schachtelgruppen zusammen und packt sie in eine noch größere Schachtel. So arbeitet man sich von der kleinsten zur größten – oder anders gesagt: von der innersten zur äußersten Schachtel.

Genau so funktioniert Auto Layout in Figma:

Man beginnt bei den kleinsten Elementgruppen und verschachtelt sich Schritt für Schritt nach außen.

Auto-Layout-Funktionen im Überblick

1. Auto layout Toggle

2. Flow Auswahl

2.1. Freeform - Neues Update für freie Platzierung ohne Vert. Und Horiz. Einschränkung

2.2 Verticaler Flow

2.3 Horizontaler Flow

2.4 Grid (Beta) - Baut Elemente in einem Grid auf

3. Wrap - wird angezeigt bei Horizontalem Flow – Pusht alle Elemente die Overflown in die nächste Zeile - Praktisch für Responsive Prototypen

4. Width des Elements - Options Dropdown für Hug Content, Fill Container und Min. und Max. Width

5. Height des Elements - Options Dropdown für Hug Content, Fill Container und Min. und Max. Height

6. Lock Aspect Ratio – Verschließt die Width zu Height Proportionen sodass das Element oder bspw. Image beim vergrößern oder verkleinern die selben Proportionen beibehält

7. Align – Wie sollen die Elemente Aligned werden? Oben, unten, mitte, rechts oder links etc.

8. Gap – Der Abstand zwischen Objekten innerhalb des Layouts

9. Weitere Auto layout Einstellungen

10. Padding - Abstand der Elemente zur Äußeren Kante des Layouts

10.1 Horizontal Padding

10.2 Vertical Padding

10.3 Individual Padding – Individuelles Einstellen jeder Seite, Rechts, Links, Oben und Unten

11. Clip Content Toggle – Wenn Aktiv werden alle Elemente die aus dem Rahmen des Auto Layouts herausragen ausgeblendet.

Tasten Kürzel:

Das Kürzel für das Autolayout ist sowohl für Windows als auch Mac

„Shift + A“, dabei muss mindestens ein Element oder Frame ausgewählt sein, worauf das Auto layout angewendet werden kann.

Anwendung des Schachtel Prinzips: Music Player UI

Color Code

In diesem Bild sind die einzelnen Boxen in der Reihenfolge in der gearbeitet wird von klein zu groß Farblich markiert um im späteren Verlauf die Verschachtlung besser darzustellen.

Schritt 1 – Einzelteile Sammeln

Hier sind einmal alle Einzelteile für einen Musik Player aufgereiht. Bei der Arbeit in Figma ist es immer von Vorteil, wenn man die Einzelteile, Images, Icons sowie Components bereits angelegt und sortiert hat um sich die Zusammensetzung in das Layout zu vereinfachen.

Diese Einzelteile bestehen aus:

  • Image (Cover)
  • Vor-, Zurück-, Play- und Stopbutton
  • Shuffle und Replay Button
  • Song Titel Text
  • Künstler Subtitel Text
  • Start- bzw. Laufzeit und Dauer des Songs (in Minuten)
  • Zeitachse/Fortschrittsbalken

Schritt 2 – Anordnung des Layouts

Hier wurden die Einzelteile genommen und in ein grobes Layout gebracht, dazu wurde ein Frame angelegt, diesen findet man in der Figma Tool Zeile unter dem „#“ Symbol, und die Elemente wurden in die gewünschte Reihenfolge auf den Frame gelegt. Das Layout ist hier etwas überspitzt schief dargestellt damit der Effekt vom Autolayout später deutlicher ist. Im zweiten Screen sind alle Elemente die zusammen in eine Box gehören der Größe nach farblich markiert.

Bei der Anwendung des Auto layouts ist es wichtig zu verstehen wie die Boxen miteinander agieren, deshalb fangen wir bei den innersten Elementen an:

Schritt 3 – Klein anfangen

Der erste Gedanke sollte sein:

„Was sind die kleinsten Element Gruppen und wie sollen sie miteinander argieren?“

Beispiel: Songtitel und Künstler („Song Titel“ und „Example Artist“) gehören zusammen und sollen übereinander – also vertikal – dargestellt werden. Beide Elemente werden markiert und mit Shift + A in ein Auto Layout gebracht.

Die Einstellungen dazu sehen wie folgt aus:

  • Flow: Vertical
  • Width & Height: Hug (die Box nimmt genau so viel Platz ein, wie die Elemente benötigen)
  • Alignment: Left
  • Gap: 8 px zwischen Headline und Subheadline

Das gleiche Prinzip wird mit den anderen gelb markierten Elementgruppen angewendet – dort jedoch im Horizontal Flow.

Schritt 4 – Die nächst größere Box

Als nächstes kommt die grüne Box an die Reihe.

Frage: Warum kommen die beiden Icons „Shuffle“ und „Replay“ in eine äußere Box und nicht direkt in die gelbe Box?

Antwort: Weil die beiden Icons einen anderen Abstand zur inneren gelben Box haben sollen als die Buttons innerhalb dieser.

Vorgehen:

  • Shuffle-Icon, gelbe Box und Replay-Icon auswählen
  • Auto Layout Shortcut (Shift + A) verwenden
  • Einstellungen setzen:
  • Flow: Horizontal
  • Align: Center
  • Gap: Auto

Wenn Gap auf „Auto“ steht und die Width später auf „Fill Container“ gesetzt wird, passt sich der Abstand der Elemente automatisch der Breite der äußeren Box an. Width = „Fill Container“ ist in diesem Schritt jedoch noch nicht möglich, da die Box dafür in einer übergeordneten Auto-Layout-Box liegen muss.

Schritt 5 – Mehr Boxen

Die nächsten Boxen sind Wiederholungen der bisherigen Schritte:

  • Die beiden blauen Boxen halten zunächst ihre eigenen Inhalte sauber zusammen.
  • Anschließend werden diese von einer lila Box umschlossen, die sie als Gruppe behandelt.

So entsteht eine hierarchische Struktur aus Verschachtelungen, die später sehr leicht anzupassen ist.

Schritt 6 – Frame und versäubern

Zum Schluss wird der äußere Frame (rot) in ein Auto Layout umgewandelt. Dieser erhält folgende Attribute:

  • Fixed Width und Height: z. B. 500 px × 700 px
  • Align: Top Center
  • Padding Horizontal: 24 px
  • Padding Vertical: 32 px

Nun können alle inneren Boxen „versäubert“ werden:

  • Width und Height werden – wo sinnvoll – auf Fill Container gestellt. So passt sich der gesamte Inhalt an den festen Rahmen an.
  • Abstände werden über Padding geregelt.
  • Das endgültige Design (Farben, Typografie, Effekte) kann sauber angewendet werden.

Ein weiterer Vorteil: Durch Auto Layout können Inhalte sehr einfach getauscht oder verschoben werden. Im Beispiel wurde etwa die Position von Zeitachse und Bedienungs-Buttons im laufenden Prozess angepasst – ohne das Layout komplett neu bauen zu müssen.

Tipp:

Wenn sich ein Image nicht so verhält, wie erwartet, lohnt sich ein Blick auf folgende Punkte:

  • Ist die Width auf Fill Container oder auf Hug gestellt?
  • Ist Aspect Ratio aktiviert, um das Format beizubehalten?

Mit diesen Einstellungen lassen sich Bildgrößen stabil und konsistent steuern.

Das Ergebnis:

Im finalen Design wurden Bilder, Effekte und Icons noch verfeinert und angepasst, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Dank Auto Layout bleibt das UI nicht nur gut aussehend, sondern auch:

  • leicht anpassbar
  • schnell veränderbar
  • sauber strukturiert

Fazit

Das Auto Layout in Figma wirkt auf den ersten Blick komplex, folgt aber einem klaren und leicht verständlichen Prinzip: Schachteln in Schachteln.

Wer von innen nach außen denkt und Elemente Schritt für Schritt gruppiert, behält die Kontrolle über Abstände und Strukturen und schafft ein stabiles, flexibel anpassbares Design.

Mit etwas Übung wird Auto Layout zu einem unverzichtbaren Tool, das den Workflow beschleunigt, die Zusammenarbeit mit Entwickler:innen erleichtert und für klar definierte, saubere UI-Layouts sorgt.

No items found.
Foto von Zoe
Zoe S.

Mehr zum Thema

Pfeil nach rechts (Verlinkung)
Planung eines Websiteprojekts: Hände skizzieren Layoutideen, daneben Icons zu UX, Checkliste und kreativer Gestaltung.
08/2025

Vorbereitung eines Websiteprojekts

Blauer Pfeil nach rechts (Verlinkung)
BFSG 2025: WCAG-Compliance & Barrierefreiheit für rechtssichere Websites
05/2025

BFSG 2025 Guide | Website Barrierefreiheit Compliance

Blauer Pfeil nach rechts (Verlinkung)
CSS Pseudoklassen: :hover, :focus und moderne UI-InteraktionCSS Validierung: :user-valid und :user-invalid für Formularfeedback
01/2025

CSS Pseudoklassen Tutorial | Responsive Design Guide

Blauer Pfeil nach rechts (Verlinkung)
Bootstrap 5: CSS-Framework für responsive, professionelle Webseiten
11/2024

Bootstrap 5 Tutorial | Responsive CSS Framework Guide

Blauer Pfeil nach rechts (Verlinkung)

Lassen Sie uns gemeinsam wachsen.

Devware GmbH verpflichtet sich, Ihre Privatsphäre zu schützen. Wir benötigen Ihre Kontaktinformationen, um Sie bezüglich unserer Produkte und Dienstleistungen zu kontaktieren. Mit Klick auf Absenden geben Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz. Ihre Daten behandeln wir vertraulich. Versprochen.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Unser Team prüft Ihre Anfrage sorgfältig und meldet sich in der Regel innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen zurück.
Falls es besonders eilig ist, erreichen Sie uns auch telefonisch:
+ 49 (0) 202 478 269 0.
Da ist etwas schief gegangen beim Absenden des Formulars.